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Anmeldungsdatum: 07.03.2005
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Pekings Klinik für Internet-Süchtige
Ein Krankenhaus für Internet- und Games-süchtige Jugendliche setzt zur Heilung auf Medikamente und Elektroschocks.
China hat die zweitgrößte Online-Population der Welt, vor kurzem sollen die Internet-Nutzer gar die 100-Millionen-Marke durchbrochen haben.
Der Online-Boom hat seine Folgen: In Peking gibt es seit März die erste Entzugsklinik für Internet- und Games-Süchtige.
Die Patienten sind meist zwischen zwölf und 24 Jahre alt und kommen mit Schlafstörungen, Depressionen, Nervosität, Angstzuständen, Zittern oder Taubheitsgefühl in den Händen in die Klinik - freiwillig oder auf Geheiß ihrer Eltern.
Manche von ihnen konnten aufgrund ihrer Sucht nicht mehr in die Schule, verweigerten die Nahrungsaufnahme oder fanden keinen Weg mehr direkt mit anderen Menschen zu kommunizieren.
China hat ausgefeilte Filtermethoden entwickelt, um seine Einwohner vor "verbrecherischen und ungesunden" Inhalten fernzuhalten, Website-Betreiber müssen sich seit kurzem bei der regierung registrieren lassen.
China macht Ernst mit Registrierzwang
Elektroschocks und Medikamente
300 Fälle will das Krankenhaus, das zum Militärhospital gehört, bereits "geheilt" haben. Die Methoden erscheinen in Einklang mit den staatlichen Regulierungsmethoden für das Internet: Neben Gesprächstherapien werden die Patienten auch medikamentös und mit Elektroschocks behandelt.
Laut Schätzungen eines Psychologen der Klinik gibt es in China insgesamt 2,5 Millionen Internet-Süchtige, die ohne das Netz nicht mehr leben können.
[Quelle: http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=269556&tmp=50662] |
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