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junsky
BeitragVerfasst am: Mo 2. Mai 05 - 7:01 
Mitteilungsbedürftiger


Anmeldungsdatum: 07.03.2005
Beiträge: 148

High-Tech-Schutz für Japans Kinder

In Japan rüsten besorgte Eltern auf: im Kampf gegen vermeintlich allgegenwärtige Messerstecher und Gewalttäter.

Wer will, kann seine Kinder mittlerweile "vollgepanzert" zur Schule schicken - mit stich- und reißfester Kleidung.

Auch Minisender, eingenäht in die Kleidung oder Schultasche, werden dem Nachwuchs mit auf den Weg gegeben. Mittels dem satellitengestützten Ortungssystem GPS kann der Aufenthaltsort jederzeit sekundenschnell ermittelt werden.

Vor allem Medienberichte über schauerliche Vorfälle haben die Angst vor Gewalt in die Höhe getrieben.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der japanischen Regierung hat die Furcht vor Gewalt in der Öffentlichkeit erstmals seit sieben Jahren die Angst vor der schlechten wirtschaftlichen Lage von Platz eins verdrängt.
GPS in Handys ab 2007 in Japan Pflicht

Stichfeste Kleidung
Dass besorgte Eltern wieder ruhiger schlafen können, dafür sorgt unter anderen Minoru Furuta, Chef der Firma Madre Security.

Madre Security stellt T-Shirts, Pullover und Jacken her, die sich äußerlich in nichts von herkömmlicher Kleidung unterscheiden.

Das Geheimnis liegt im Material: Glasfasern und hochwiderstandsfähiges Spektra-Polyethylen, welches die US-Technologiefirma Honeywell entwickelt hat, werden hier zum tragbaren und modischen "Schutzpanzer" verarbeitet.

Die Modelle für Volksschulkinder kosten bis zu 48.000 Yen [352 Euro]. Doch auch viele Erwachsene ordern die stichfeste Kleidung für sich.

Minisender in Pokemon-Figur
Zudem werden immer öfter Schultaschen und Schuluniformen mit GPS-Sendern zur Standortbestimmung ausgestattet. So kann jederzeit ermittelt werden, wo sich das Kind aufhält. Auch ein Notfallknopf ist integriert, der bei Betätigung eine Sicherheitskraft verständigt.

Auch in den USA und vielen europäischen Ländern wie Norwegen, Frankreich und Großbritannien werden bereits gleichartige Services angeboten.

Selbst der japanische Spielzeughandel hat auf das wachsende Sicherheitsbedürfnis reagiert: Die Firma Tomy verkauft GPS-Schlüsselanhänger in Form der beliebten Pokemon-Fuguren.

Bei Gefahr kann das Kind der Figur den Kopf abziehen, woraufhin Alarm ausgelöst wird.

Confused_cuckoo

(quelle: http://fuzo.orf.at)

_________________
Nein, FTP heisst nicht "Frauen Transport Protokoll"... und GIF nicht "Girls in Files"...
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